Hohe Asch Karte

Hohe Asch Karte © Inkatlas/Horst Maler

Hohe Asch

 

"Die (auch: der) Hohe Asch ist ein 371,5 m ü. NHN[1] hoher Berg des Lipper Berglands. Er liegt bei Bösingfeld im Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen. Auf dem Berg steht der Aussichtsturm Hohe Asch". So steht es in Wikipedia.

 

Ich wollte es einmal wissen. Führt mich der Radroutenplaner auf guten Radwegen von Hameln/Hastenbeck zur Hohen Asch?

Ich war vor vielen Jahren schon einmal dort und hatte nur dumpfe Erinnerungen an die Tour. Also, die mir vertrauten Radtourenplaner angeschmissen und das Ziel eingegeben. Komoot und auch Garmin Base Camp mit den kostenfreien Open Velomap Karten lieferten fast das gleiche Ergebnis. Zum Schluß noch den Track aus Base Camp in Komoot übertragen. Man weiß ja nie. Da kam von Komoot die Meldung, dass auf der Strecke ein schwer zu fahrender Abschnitt liegt und eventuell geschoben werden muß. Na gut, ich wollte es ja wissen.

 

Von Hastenbeck nach Hameln und über die Weser. Dann weiter nach Klein Berkel. Alles bekannt. Zwischen Klein und Groß Berkel entlang der Bundesstraße B1. Da gibt es einen parallelen Weg im Grünen. Groß Berkel rechts ab nach Königsförde und Grupenhagen. Kurz vor Heinebüchenbruch links ab in die Berge und auf guter Straße Richtung Reine. Am Ortseingang kommen wir auf die K58 die von Reine nach Bösingfeld führt. Ich fahre Richtung Bösingfeld und nach fast einem Kilometer geht es links auf einen Feldweg am Waldrand entlang. Jetzt wird es spannend. Nach ca. 250m soll ich scharf rechts abbiegen. Ein richtiger Weg ist jedoch nicht zu sehen. Nur ein Trampelpfad der als Wanderweg gekennzeichnet ist. Na gut, probiere ich das mal. Nach kurzer Fahrt eine Spitzkehre. Da mußte ich vom Rad. Es ist einfach zu schmal und steil. Wieder auf dem Rad lag dann bald ein Baum quer. Also Rad (ich war mit Motorunterstützung unterwegs und das Rad entsprechend schwer) über den Baum hieven. Fahren ging dann nicht mehr. Einfach zu steil und schlechter Untergrung. Also 250m schieben. Dem Wanderweg und dem Track des Navi folgend, stand ich bald vor einer Absperrung und dem Schild "Privatweg, betreten verboten". Aber der Weg war jetzt befestigt und man konnte gut radeln. Das Anwesen links liegen lassen und dem Fahrweg folgend ging es schon leicht berab.

Nach kurzer Zeit sah ich Herrchen und zwei Hunde voraus. Da hat mich der Schäferhund auch schon bemerkt und kommt mit Gebell in rasendem Tempo auf mich zu. Herrchen versucht mich und Hund zu beruhigen. Standard Spruch: Der tut nichts! Aber Herrchen macht mich natürlich an, wieso ich sein Schild nicht beachtet habe. Ich hätte ja rechts um sein Gelände fahren können. Ich entschuldige mich und erkläre warum und wieso ich hier bin. Wir kommen ins Gespräch. Nach drei Sätzen sind wir beim Du. Aber seinen Namen hat er nicht genannt. Dann kennt er auch noch Hastenbeck und kennt auch Leute dort. Unterm Strich eine nette Begegnung.

Am Waldrand steht dann der alte Funkturm und ein Gebäude in dem sich einmal ein Restaurant befand. Von hier hat man einen herrlichen Blick über das Lipperland. Die Blickrichtung in das Wesertal ist jedoch durch den Wald nicht möglich. Am angrenzenden Wanderparkplatz gibt es auch Toiletten (Zusand nicht getestet). Ich möchte wieder Richtung Hameln fahren und gebe das in Komoot ein. Der schickt mich links und gleich wieder rechts. Der Feldweg führt geradewegs auf einen Bauernhof zu. Auf Grund der Erfahrungen von soeben fahre ich dann doch vorher schon rechts ab und mit 10% Gefälle geht es hinunter nach Bösingfeld. Über die K57 fahre ich über Hummerbruch zur K59. Diese geht dann bei Dudenhausen über in die K36. Über Duensen, Reinerbeck und Pulvermühle erreiche ich Aerzen. An der alten und neuen B1 entlang fahre ich nach Groß Berkel. Rechts ab durch die Feldmark geht es über Klein Berkel und Hameln nach Hastenbeck. Nach 60km erreiche ich meinen Ausgangspunkt.

Mein Fazit: Nicht immer sollte man den Rad-Routenplanern glauben! Führt die Empfehlung auf einen Fuß-Wanderweg ist äußerste Vorsicht geboten. Ich kann die letzten 2,5km zur Hohen Asch nicht empfehlen. Es ist besser zunächst Bösingfeld anzusteuern und von hier der Asphaltstraße bis zum Turm zu folgen. Hier ist zwar eine Steigung von 10% zu überwinden aber die Asphaltstraße ist gut fahrbar.

Ich wünschen allen, die einmal zur Hohen Asch fahren wollen, viel Spaß und freue mich auf eine Nachricht von euch.

Hameln, im September 2021,  Horst Maler

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