Vor dem Dom in Bad Gandersheim

Vor dem Dom in Bad Gandersheim © Horst Maler

Bad Gandersheim

 

Bad Gandersheim ist eine Kurstadt im Landkreis Northeim. Bekannt ist die Stadt u.a. durch die Gandersheimer Domfestspiele, die alljährlich von Mitte Juni bis Mitte August stattfinden. Grund genug, eine Tour nach Bad Gandersheim durchzuführen

 

Seit zwei Tagen Dauerregen. Auch jetzt regnet es immer noch. Abgesagt hat Niemand. Also die Regensachen übergezogen und ab zum Treffpunkt am Bahnhof. Punkt 9:00 Uhr sind alle 12 angemeldeten Teilnehmer eingetroffen! Der Blick zum Himmel. Es regnet fast nicht mehr. Auf Grund der starken Regenfälle in den vergangenen Tagen beschließen wir überwiegend auf Straßen und festen Radwegen zu fahren. Schon geht es mit guter Stimmung in Richtung Coppenbrügge. Kurz nach Hilligsfeld regnet es nicht mehr. Also Regensachen ausziehen. Auf einem Waldweg fließen wahre Bäche herunter. Nicht wirklich gut für Radfahrende mit Gepäck.

In Oldendorf dann fast das Ende der Tour. Die Saale ist über die Ufer getreten und die Straße gesperrt! Zum Glück geht es mit Fahrrad auf dem Gehweg weiter. Zum Mittag ein kleiner Imbiss in Gronau. Das Wetter hält. Kein Regen!

An der Ortsausfahrt wieder eine Straßensperre. Aber mit unseren Rädern kommen wir durch. Plötzlich rufen die Teilnehmer, dass wir sofort anhalten sollen. Auf dem Radweg hatte das abfließende Hochwasser Schlick hinterlassen und Erika ist darauf ausgerutscht. Knie, Arm und Bein geprellt und Hautabschürfungen. Jacke, Hose und Spiegel kaputt, Fahrrad fährt. Ein Arzt, der wohl den Unfall im vorbeifahren beobachtet hat, bietet Hilfe an. Aber es kann ohne Hilfe weiter gehen.

Die letzten 12 km bis Bad Gandersheim fahren wir auf dem „Radweg zur Kunst“. Immer wieder Kunstobjekte und viele „Bäume des Jahres“ am Weg. Jetzt geht es mit leichtem Gefälle bis in unser Quartier. Pünktlich um 16:00 Uhr nach 73 km sind wir im Hotel und werden mit Sekt und einem Obstkorb empfangen. Die Regensachen haben wir nicht mehr benutzt!

Um 18:00 Uhr haben wir Abendessen im nahen Restaurant gebucht. Im Anschluss 10 Minuten Spaziergang zum Dom. An den Häusern liegen immer noch Sandsäcke. Am Vortag war die gesamte Innenstadt für den Verkehr gesperrt und die Vorstellung fand nicht statt. Unsere Vorstellung „Saturday Night Fever“ findet heute statt! Ein Musical das in den 70er Jahren in den USA spielt mit Musik von den Bee Gees. Nach einem anschließenden Absacker konnten alle gut schlafen.

Abfahrt ist heute, Donnerstag, wieder für 9:00 Uhr angesagt. Es ist feucht und sieht nach Regen aus. Dennoch fahren die meisten ohne Regenkleidung los. Wir wollen durch das Leinetal fahren. Doch schon bald werden wir wieder vom Hochwasser gestoppt. Die erste Überschwemmung können wir noch locker durchfahren. Die zweite ist schon tiefer. Matthias macht den Test. Die Pedalen tauchen in das Wasser. Nur Martina folgt. Die anderen Radler kehren um und finden eine kleine Brücke über die Leine. Der Leine-Heide-Radweg ist nicht passierbar. Es geht auf einer Nebenstraße nach Alfeld. Hier sind noch viele Feuerwehrkräfte im Einsatz. Etliche Straßen sind gesperrt. Nach einer Stärkung fahren wir auf dem Radweg an der Bundesstraße bis Banteln. Weiter geht es in Richtung Oldendorf. Hier ist vom Hochwasser vom Vortag fast nichts mehr zu sehen. Die Saale hat sich wieder in ihr Bett zurückgezogen.

In Coppenbrügge noch eine letzte Rast. Nach 76 km dann auf dem Werder noch ein gemeinsames Bier. Alle sind sich einig, dass es eine schöne Fahrradtour mit einem Kulturerlebnis war. Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist nicht ausgeschlossen.

Horst MalerADFC
Tourenleiter und Ausbilder

 

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https://hameln-pyrmont.adfc.de/artikel/bad-gandersheim

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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